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Rüdenzweibeiner

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Chica
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Rüdenzweibeiner

Pfui Deibel. Brrrrr. Das war ja grauenvoll. Der Langschläfer! Und frühstücken musste er auch noch. chica-004Denkt ihr, er gibt mir was ab? Nö. Er zeigt auf meinen Napf und das war’s. Lecker Popcorn, sagt er. Jedenfalls war es fast Mittag, als wir in den Park kamen. Kein Felix, keine Möpse, kein niemand. dann fielen lauter Wassertropfen runter. Immer und immer mehr. Das war ja eklig! Überall Dusche, KALTE Dusche und kein Teppich zum Trockenwälzen. Alles klatschnass! Und Herrchen? Der war ganz entspannt. Klar, der kann sein Fell ja auch ausziehen und ganz viele davon in einer großen Holzkiste. Der sagte nur immer wieder ‚Sauwetter!‘.

Überhaupt, Zweibeiner haben es mit anderen Tieren. Andere Tiere sind offenbar ganz wichtig für Zweibeiner, als für Menschen, wie sie sich selber nennen. Sie sagen immer Sauwetter, Bullenhitze, Schweinerei, bezeichnen andere Zweibeiner ehrfurchtsvoll als Affe, Schwein, Fischkopf, falsche Schlange, sind aalglatt und – wenn es besondere ‚Menschen‘ sind, sagen sie Hundesohn. Aber nie Hundetochter. Also: Sohn und Tochter sind Menschenwelpen. Männchen und Weibchen offenbar Rüde und Hündin. Mein Herrchen ist also ein Menschenrüde. Ist das kompliziert. Wie die sich untereinander erkennen, habe ich noch nicht verstanden. Die riechen ja nicht mal aneinander!

Felix hat mir gesagt, dass sein Herrchen ein Frauchen ist. Felix sagt auch, dass sein Frauchen einen nicht riechen kann, wenn sie einen nicht mag, egal ob Menschenrüde oder Weibchen. Vielleicht mag mein Herrchen NIEMANDEN, der riecht auch nie an anderen. ‚Menschen‘ sind komisch…

Herrchen jedenfalls hat nicht verstanden, warum ich von der Riesendusche weg wollte und auf chica-002_kleinmeinen Teppich! Nein, ich durfte nicht an der Leine ziehen. Wenn ich so ein Wechselfell hätte… Felix durfte bestimmt im Körbchen liegen, hat lecker Futter bekommen und musste nicht pitschnass werden. Ob ich mir auch ein Frauchen suchen sollte?

Obwohl… Gestern Abend durfte ich auf dem Sofa kuscheln. Fingerknabbern dürfen, den Bauch gekrault bekommen, flatternde Hände jagen, mit dem Handtuchmonster kämpfen und neben Herrchen eingerollt einschlafen. Geht doch, Hundesohn!

Aber eins schwöre ich: wenn der nochmal raus möchte mit mir und das Wasser läuft, dann beiße ich mich in der Tür fest, jawohl!

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